PROMO GUINEE AFRIKA e.V.

 

Die Zahl der Geflüchteten aus Guinea und anderen afrikanischen Ländern steigt kontinuierlich und damit auch der Unterstützungsbedarf. Die Ankunft in einem neuen Land und die erste Orientierung sind oftmals mit einer Vielzahl von Problemen und Unsicherheiten verbunden. Die Hindernisse werden durch Sprachbarrieren und traumatisierenden Fluchterfahrungen zusätzlich vergrößert. Eine weitere Herausforderung der Zielgruppe ist ein oftmals unsicherer aufenthaltsrechtlicher Status und eine damit einhergehende Stigmatisierung als „illegale Einwanderer“. Dies hat eine soziale Benachteiligung und geringere Bildungschancen zur Folge. Somit werden viele junge Menschen aus sogenannten „sicheren“ Herkunftsländern daran gehindert, ihre Talente und Potenziale zu entfalten und sich eine neue Perspektive in Deutschland aufzubauen. Dazu kommen rassistische Diskriminierungserfahrungen, die das Gefühl in Deutschland unerwünscht zu sein, noch zusätzlich verstärken. Das Resultat ist allzu oft Resignation sowie Frustration, die die Geflüchteten im schlimmsten Fall in die Kriminalität treibt, um dem Gefühl der Hilflosigkeit zu entkommen. PROMO GUINEE AFRIKA e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese jungen Menschen zu unterstützen und den negativen Folgen der Fluchterfahrung entgegenzuwirken. Das Anliegen des Vereins ist es, Wege der Integration zu schaffen und damit den Deutsch-Afrikanischen Kulturaustausch zu fördern. Ein herausragendes Merkmal von PROMO GUINEE AFRIKA e.V. ist der bereits bestehende persönliche Kontakt zu der Zielgruppe. Aufgrund der eigenen Fluchterfahrung ist es den Mitarbeitern möglich, sich in die Lage der jungen Menschen hineinzuversetzen und ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Folglich kann adäquat auf die Bedürfnisse der jungen Geflüchteten eingegangen und effektive Hilfs- und Beratungsangebote ins Leben gerufen werden.

Orientierung

PROMO GUINEE AFRIKA e.V. legt einen starken Fokus auf die Begleitung junger Geflüchteter und Menschen mit Migrationshintergrund aus Guinea und anderen Herkunftsländern. Hierzu werden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen:

  • Aktivierung junger Menschen, die von anderen sozialen Institutionen nicht mehr erreicht werden
  • Orientierung und Unterstützung im neuen Lebensumfeld
  • Durchführung von Bildungsseminaren zur Unterstützung des Integrationsprozesses.

Folgende Themen werden durch die Unterrichtseinheiten abgedeckt:

  • Suchterkrankungen: z.B. Spiel- und Alkoholsucht. Informationen und Auswege, Therapiemöglichkeiten, in Kooperation mit einem Psychologen)
  • Gewaltprävention: Umgang mit Rassismus und Diskriminierung
  • Aufklärung über ausgewählte Bereiche des Arbeitsrechts und aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten
  • Legale Tätigkeitsfelder: Freiwillige Soziale Dienste, Praktika, Qualifizierungsangebote, Weg zur Ausbildung. Durch aktive Vernetzung der Mitglieder mit Unternehmen und Organisationen können Ausbildungsmöglichkeiten und damit eine geregelte Aufenthaltsgenehmigung entstehen.
  • Freizeitverhalten: Möglichkeiten der Freizeitgestaltung (freiwilliges Engagement, Sportvereine, kulturelle Angebote)
  • Nachhaltige Vernetzung: die Teilnehmenden werden mit allen relevanten Akteuren vernetzt – Organisationen, Unternehmen und Institutionen. Dabei werden sie aktiv an bestehende Projekte und Maßnahmen angebunden.

Betreuung

  • Implementierung von Patenschaften zwischen neu Angekommenen und bereits gut integrierten Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung
  • Gründung eines Begegnungscafés als Raum des Austausches und als Anlaufstelle für weitere Beratung und Unterstützung
  • Sport- und Freizeitangebote
  • Psychosoziale Beratung
  • Beratung (z.B. Vermittlung bei rechtlichen Fragen, Beratung in Fragen des täglichen Lebens)
  • Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen einschließlich Dolmetschertätigkeit und Hilfestellungen beim Ausfüllen von Anträgen und anderen Dokumenten
  • Unterstützung bei der Job- und Wohnungssuche
  • Nach Bedarf: Hilfestellung für Senioren zur Bewältigung des Alltags

Des Weiteren vom Verein organisiert:

  • Kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen sowie Vorträge
  • Interkulturelle Ferienaktionen für Kinder und Jugendliche
  • Jugendtreff
  • Vermittlung von Übersetzern auf Anfrage